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Hörsturz: Was ist das?

DAS MAGAZIN VON NEUROTH

Hörsturz –
Was ist das?

 

Autor*in

Carmen Scherbichler

Carmen Scherbichler

11.06.2024

Das Phänomen Hörsturz ist weiter verbreitet, als man annehmen möchte. Die Altersgruppe, die am häufigsten davon betroffen ist, beginnt bei den ca. 50-Jährigen. Vermutet wird, dass etwa 5-30 von 100 000 Erwachsenen pro Jahr mit einem Hörsturz konfrontiert werden. Wir erklären, was es damit auf sich hat, welche Ursachen dahinterstecken und wann eine Behandlung notwendig ist, um unsere Hörstärke zu schützen.

Hörsturz? Was ist das überhaupt?

Üblicherweise ist ein Hörsturz an einer einseitigen und schmerzlosen Hörminderung erkennbar. Der Grad der Minderung ist dabei sehr variabel. Es kann dabei auch unterschieden werden, ob es sich um Hochton, Tiefton oder Mittelfrequenz-Hörverlust handelt. Nicht immer wird sie sofort bemerkt, während bei anderen eine vollständige Taubheit auftritt. In einem großen Teil der auftretenden Fälle geht die Hörminderung allerdings von selbst wieder zurück. Das gilt besonders dann, wenn die Symptome gering sind. Dennoch sollten wir sie von eine*r HNO-Spezialist*in untersuchen lassen.

Was sind die Symptome bei einem Hörsturz?

Neben dem bereits erwähnten Hörverlust ist vor allem ein wattiges Gefühl in den Ohren erkennbar. Oft wird auch von einer „pelzigen“ Ohrmuschel berichtet oder von Ohrgeräuschen und Schwindel. Ein Hörsturz geht üblicherweise vom Innenohr aus und daher kommt es vor, dass nur hohe, mittlere oder tiefe Töne nicht gehört werden können. Anders als bei einem typischen Hörverlust, ist hier also unter Umständen eine verzerrte Hörwahrnehmung erkennbar. Allerdings ist sie nur durch einen Hörtest konkret feststellbar. Wer also einen ersten Verdacht überprüfen möchte, der kann seine Hörstärke selbst vorab mit dem Online-Hörtest oder unserer Hörtest App auf die Probe stellen. Bei einem professionellen Test bei der*m HNO-Spezialist*in kann die unterschiedliche Wahrnehmung der drei Tonbereiche schließlich bestätigt werden.

Was sind die Ursachen für einen Hörsturz?

Konkrete Ursachen sind laut aktuellem Stand noch nicht bekannt. Angenommen wird jedoch, dass es mit einer Durchblutungsstörung des Innenohrs zu tun hat. Weitere Möglichkeiten, die in Fachkreisen debattiert werden, sind Viren im Innenohr oder Autoimmunerkrankungen. Unter anderem kann ein Hörsturz durch Stress, einen erhöhten Cholesterinspiegel und Bluthochdruck sowie starkes Rauchen ausgelöst werden. Liegen Wirbelsäulenprobleme im Halsbereich, Schlaganfall, Diabetes oder Herzerkrankungen vor, können diese ebenfalls Durchblutungsstörungen auslösen – was wiederum zum Hörsturz führen kann.

Ist ein Hörsturz mit Hörverlust gleichzusetzen?

Obwohl manches über das Phänomen Hörsturz noch unbekannt ist, kann hier eine eindeutige Antwort gegeben werden: Nein. Es gibt verschiedene Auslöser für akuten Hörverlust, die unter Umständen trivial sein können. Beispielsweise wenn Wasser oder Fremdkörper im Gehörgang zu einem Hörverlust führen. Auch Verletzungen des Trommelfells führen eventuell zu einer verminderten Hörfähigkeit. Verpassen wir den Druckausgleich zwischen dem Mittelohr und der Umgebung, etwa bei einem Tauchgang oder einer Flugreise, macht sich das möglicherweise auch durch einen Hörverlust bemerkbar.

Hörsturz – was tun?

Gleich vorweg: Ein Hörsturz gilt nicht als medizinischer Notfall. Sind die Symptome nur sehr leicht ausgeprägt, ist es wichtig, einfach ruhig zu bleiben und zu entspannen. Immerhin zählt ein zu hohes Stress-Level zu den bekannten Hauptauslösern eines Hörsturzes. Ist der Hörverlust dagegen stark ausgeprägt oder in Kombination mit Schwindel aufgetreten, gilt eine größere Vorsicht. Es ist jedoch in jedem Fall ratsam, umgehend eine*n HNO-Spezialist*in aufzusuchen. Das gilt auch, wenn wir “nur” ein wattiges Gefühl in den Ohren haben. Je früher eine gegebenenfalls notwendige Behandlung begonnen wird, desto besser für die Heilung. Mit einem Hörtest und einer guten Routine für unsere Hörgesundheit ist man in den meisten Fällen gut vorbereitet.

Vertrauen Sie auf Ihre Hörstärke?

 

Egal in welchen Facetten der Hörgesundheit – wir unterstützen Sie dabei, Ihren Ohren etwas Gutes zu tun. Das geht ganz einfach über unseren unverbindlichen Online-Hörtest – ganz bequem und unkompliziert von zu Hause aus.

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