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Verletzungen des Trommelfells

DAS MAGAZIN VON NEUROTH

Wenn das
Trommelfell
verletzt ist

Autor*in

Carmen Scherbichler

Carmen Scherbichler

20.06.2023

Unser Trommelfell ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Gehörs. Schallwellen werden vom Trommelfell aufgenommen und über die Gehörknöchelchen – genannt Hammer, Amboss und Steigbügel – an die Hörschnecke weitergegeben. Verletzungen im Trommelfell führen daher unter Umständen zu einer Hörminderung und können Auslöser für weitere Erkrankungen sein. Wir erklären, was genau es damit auf sich hat.

Perforation und Ruptur

Ein Loch bzw. eine sogenannte Perforation des Trommelfells kann aus verschiedenen Gründen auftreten. Oft sind sie Folgen eines Unfalls oder Symptome einer anderen Ohrerkrankung. Handelt es sich um einen Riss, spricht man von einer Ruptur. Bei Kindern treten diese Verletzungen zwar häufiger auf als bei Erwachsenen, aber dennoch gibt es einige Vorsichtsmaßnahmen, die wir beachten sollten.

Mögliche Ursachen

Die Verletzungen können unter anderem durch mechanische Einwirkung entstehen. Beispielsweise durch die Verwendung von Wattestäbchen oder weitere lange, spitze Gegenstände, die zu nahe an unsere Ohren gelangen und dadurch zu einer Perforation führen. Rupturen bzw. Risse entstehen dagegen eher durch eine starke Druckveränderung. Hier können Tauchen, Fliegen oder der Lärm einer Explosion als Auslöser genannt werden. Auch eine Ohrfeige kann bereits großen Schaden am Trommelfell anrichten. Erkrankungen wie eine Mittelohrentzündung oder Paukenerguss können ebenfalls zu Verletzungen am Trommelfell führen.

Woran erkennt man eine Verletzung?

Oft ist eine Perforation oder Ruptur des Trommelfells mit einem kurzen, stechenden Schmerz verbunden. Entsteht die Verletzung durch Druck oder in Verbindung mit einer Infektion, verstärkt sich der Schmerz mitunter – bis er nach der eigentlichen Verletzung wieder nachlässt. Unter Umständen kann es auch zu einer leichten Blutung kommen. Ist das Innenohr betroffen, treten eventuell auch Schwindel sowie Tinnitus auf. Das verletzte Trommelfell kann in diesem Fall die Schallwellen nicht mehr richtig weitergeben, daher zeigt sich je nach der Größe und dem Grad der Verletzung auch ein Hörverlust.

Wie läuft die Diagnose ab?

Üblicherweise kann bereits mit einem Blick durch das Otoskop festgestellt werden, ob eine Verletzung des Trommelfells vorliegt. Sollte eine Trommelfellverletzung nicht sichtbar sein, kann zur Überprüfung auch eine Tympanometrie durchgeführt werden. Bei dieser Methode wird eine Sonde im Gehörgang platziert, die anschließend Druck erzeugt. Dieser wird vom intakten Trommelfell reflektiert. Besteht eine Perforation oder Ruptur, wird die Druckwelle ins Mittelohr weitergeleitet und nicht reflektiert. Die Tympanometrie gilt daher als eine schnelle und schmerzfreie Methode, um das Trommelfell zu untersuchen.

Können die Verletzungen behandelt werden?

Sind die Verletzungen nur klein, ist üblicherweise kein Eingreifen notwendig, da sie von selbst heilen können. Trotzdem besteht auch hier die Gefahr einer Mittelohrinfektion, da das Mittelohr nicht mehr ausreichend geschützt ist. Bei einer größeren Verletzung kann das Trommelfell auch mit Folien geschient oder durch körpereigenes Gewebe wieder hergestellt werden. Gegebenenfalls kann auch eine Operation notwendig sein, bei der eine sogenannte Tympanoplastik eingesetzt wird. Das ist der Fall, wenn auch das Mittelohr durch die Verletzung des Trommelfells gefährdet ist.

Wie kann man den Heilungsprozess unterstützen?

Grundsätzlich sind die Heilungschancen sehr gut, dennoch sollte man bei Verdacht umgehend eine*n HNO-Ärzt*in aufsuchen. Es gilt außerdem, kein Wasser oder weitere Flüssigkeiten in das Ohr gelangen zu lassen, da es so zu Infektionen kommen könnte. Üblicherweise ist der weitere Heilungsprozess problemlos, sodass es nur sehr selten zu einer bleibenden Hörminderung kommt. 

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