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Wann ist Musik ungesund?

DAS MAGAZIN VON NEUROTH

Wann ist

Musik

ungesund?

Autor*in

Carmen Scherbichler

Carmen Scherbichler

18.04.2023

Musik ist für viele so wichtig wie die Luft zum Atmen. Dabei ist es ganz egal, ob als konzentrationsfördernde Hintergrundbeschallung oder als Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag. So unterschiedlich der Musikgeschmack auch sein kann – Musik ist für uns wichtig. Forschungsergebnisse zeigen außerdem, dass sie einen positiven Effekt auf unser Leben haben kann. Nun wollen wir uns aber der Frage stellen, wann der Musikkonsum ungesund wird.

Es ist eine Frage der Dauer

Dauerlärm ist unangenehm, das wissen wir alle. Baustellenlärm, der Drucker im Büro oder der Dunstabzug in der Küche, das sind alles Geräusche, die wir selten angenehm finden. Daher fühlen wir uns wohler, wenn wir ihnen nicht zu lange ausgesetzt sind. Musik hören wir stattdessen sehr gern lange und ausgiebig. Unser persönlicher Geschmack unterscheidet zwar Lärm von Musik, für unsere Ohren gibt es diesen Unterschied aber nicht. Zu laute und zu lange Beschallung sind für die feinen Härchen im Innenohr schädlich. Das gilt auch bei angenehmen Klängen. Sind diese sogenannten Zilien beschädigt, können sie nicht wieder hergestellt werden. Es gilt also, auch beim Musikgenuss Pausen zu machen.

Es ist eine Frage der Lautstärke

Lärm ist schädlich für unsere Ohren, wenn er 90 Dezibel übersteigt. Dezibel ist die Maßeinheit, mit der die Lautstärke gemessen und bewertet wird. Hier gibt es einige Faktoren zu beachten. Beispielsweise gilt: Einen Anstieg von 10 dB empfinden wir bereits so, als wäre es doppelt so laut. Das ist schon ein Anzeichen dafür, dass wir uns nicht immer auf unsere intuitive Einschätzung der Lautstärke verlassen können. Wir haben ein paar Zahlen zum Vergleich. 115 dB sind auf Konzerten üblich. Ein Presslufthammer wird dagegen mit 120 dB in den entsprechenden Tabellen angegeben. 

Ist Musik doch ungesund?

Musik drehen wir gerne lauter auf, als es nötig wäre. Wir haben bereits im Artikel zum Thema Noise-Cancelling darüber gesprochen und einige Gründe sowie auch Tipps vorgestellt. Es gilt jedoch in jedem Fall: Unsere Ohren brauchen Pause. Sollten wir daher auf Musik verzichten? Glücklicherweise ist das nicht notwendig. Wenn wir auf die Lautstärke und Dauer achten, schadet Musik unseren Ohren nicht. Hier gibt es eine Faustregel: Je lauter das Geräusch ist, desto kürzer sollten wir ihm ausgesetzt sein und desto länger müssen wir uns davon erholen. Bei einer Lautstärke von 85 Dezibel können wir also ca. 40 Stunden pro Woche Musik hören. Bei 95 Dezibel sind es nur noch drei Stunden pro Woche. 

Wie schützen wir unsere Ohren am besten?

Wir wissen, dass wir sowohl die Dauer als auch die Lautstärke beachten müssen – vor allem, wenn wir Kopfhörer tragen. Es hilft auch, ab und zu zwischen Lautsprechern und Kopfhörern zu wechseln. Ein weiterer Tipp ist, sich immer wieder ein paar Minuten Stille zu gönnen. Damit bieten wir den Ohren die nötige Erholung. Regelmäßige Kontrolltermine bei einer HNO-Ärzt*in oder Hörakustiker*in sind ebenfalls empfehlenswert. Wenn wir darauf achten, steht dem Musikgenuss nichts mehr im Weg.

Wie genießen Sie Ihre Lieblingsmusik?

Egal ob Sie Kopfhörer oder Lautsprecher bevorzugen – bei einem unverbindlichen Gespräch helfen wir Ihnen, Ihre Hörstärke im Blick zu behalten!

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