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Wie wir uns mit unseren Hörgeräten anfreunden

DAS MAGAZIN VON NEUROTH

Wie wir uns mit
unseren 
Hörgeräten
anfreunden

Autor*in

Carmen Scherbichler

Carmen Scherbichler

29.09.2022

Die ersten Hörgeräte sind immer mit Unsicherheit und offenen Fragen verbunden. Nicht wenige davon gehen in diese Richtung: „Was passiert mit meinen Ohren, sobald ich Hörgeräte trage?” Je nach der individuellen Ausgangslage ändern sich innerhalb der Eingewöhnungsphase viele kleine Dinge im Alltag. Diese reichen von der Empfindlichkeit der Ohren bis zu neuen Gewohnheiten, die das Leben mit Hörgeräten weiter unterstützen.

Alles ist laut.

Das mag an sich nicht überraschen – aber vor allem in den ersten Tagen der Eingewöhnung wird uns oft bewusst, wie viel lauter Geschirrspüler, Hundebellen und Nachbarskinder sind. In dieser Phase ist es besonders wichtig, auf sich selbst zu hören und aufmerksam zu sein. Wann ist etwas noch zu leise und wann wird etwas unangenehm? Die/Der Hörakustiker*in braucht diese Hinweise, um das Hörgerät optimal einstellen zu können. Die Sorge, das Gehör könnte sich durch ein Hörgerät verschlechtern, ist weitgehend unbegründet. Viele Expert*innen sind allerdings der Meinung, dass man in der Eingewöhnungsphase vor allem mit neuen Hörumgebungen konfrontiert werden sollte, um die Ohren wieder an die neuen Frequenzen zu gewöhnen. Die andere Seite der Medaille sind die eigenen Erwartungen. Hörgeräte unterstützen Ohren und Gehirn dabei, Laute, Sprache und alle weiteren akustischen Signale zu verarbeiten. Aber sie können keine Wunder wirken. Ein perfektes Hörvermögen können auch die teuersten Modelle nicht garantieren. Und oft ist das auch gar nicht notwendig, damit Ihr Hörgerät Ihre Lebensqualität verbessern kann.

Man entwickelt neue Routinen.

Die Eingewöhnungsphase zeichnet sich im Idealfall auch durch neue Angewohnheiten aus. Dazu gehören die regelmäßigen Kontroll- und Wartungstermine bei der/dem Hörakustiker*in – die Lebensdauer der Hörgeräte wird dabei ebenso verbessert wie der Tragekomfort. Je nach Modell muss man auch auf die Batterien achten. Ein Profitipp: Am besten hat man immer eine Packung in der Brieftasche oder Handtasche. Wenn Sie ein Hörgerät mit Akku nutzen, dann empfiehlt es sich vielleicht, ein Ersatz-Ladegerät einzupacken. Eine weitere empfehlenswerte Gewohnheit ist die Kommunikation. Mit wem möchte man über die Veränderungen sprechen? In welchen Umgebungen kann ich sie ohne große Umstände tauschen? Andere wissen zu lassen, dass man eine neue Hörlösung hat, kann viele Gespräche verbessern.

Telefonate und Musik mit Hörgeräten.

Sowohl beim Fernsehen als auch beim Telefonieren und Musikhören ist die Lautstärke entscheidend. Vor allem in der Eingewöhnungsphase ist das Ohr empfindlich. Es hilft also nicht nur, sich die notwendigen Ruhephasen zu gönnen – sondern auch auf das eigene Wohlbefinden zu achten. Und nach spätestens einer Stunde eine kurze Pause zu machen, tut schließlich auch der Gesundheit gut. Manchmal kommt es beim Telefonieren oder bei dem Tragen von Kopfhörern zu einer Rückkopplung. Daher ist es wichtig, dass man das Smartphone richtig in der Hand hält und Kopfhörer groß genug sind, um die Ohren nicht zu belasten. Brillen und Sonnenbrillen sind grundsätzlich kein Problem. Bei Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten ist es aber wichtig, das Hörgerät nicht versehentlich herunterzureißen. Bis Sie an die Hörgeräte gewöhnt sind, empfiehlt sich hier die entsprechende Achtsamkeit.

Nur Mut.

Die bedeutendste Veränderung in der Eingewöhnungsphase ist allerdings der Genuss einer guten Klangwelt, deutlicher Gespräche und einer neuen Freude an Musik. Es dauert seine Zeit, bis man eine neue Hörlösung gewohnt ist und sie nahtlos in den Alltag integriert ist. Geduld und Respekt seinen eigenen Grenzen gegenüber sind dabei sehr wichtig. Es gilt also, sich der Herausforderung zu stellen und stolz auf diesen Schritte zu sein!

Ihre Hörstärke wartet auf Sie.

Wir helfen bei allen weiteren Schritten – von der ersten Beratung über die Auswahl des passenden Geräts bis hin zu abschließenden Feinjustierung und der Wartung danach.

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